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Systemische Familienaufstellung wirkt über viele Generationen: Gedenktag Jom haScho’a heute am 14.04.2026

  • Autorenbild:  Sophie Lühr Familienaufstellung
    Sophie Lühr Familienaufstellung
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Seit ich mit dem systemischen Aufstellen begonnen habe, damals noch als Teilnehmerin bei Harald Homberger, bin ich noch tiefer verbunden mit den Themen der Shoah. 

In vielen Familienaufstellungen erlebte ich als Stellvertreterin tiefste Abgründe aus der Zeit des Dritten Reichs, das immer noch in allen von uns wirkt, egal wie sehr sich einige von uns davon distanzieren wollen.

Immer wieder tauchte ich ein in die systemische Bewegung von den Familien und ihrem Leid. Nach der Aufstellung konnte ich einfach aus dem Feld gehen, aber die Generationen vor uns, die konnten nicht einfach Stop sagen und aussteigen. Sie waren voll drin.

Meine Mutter wurde als 4. Kind 1945 in Katowice, Polen geboren, 36 km von Auschwitz entfernt. D.h. meine Großeltern mussten auf jeden Fall mitbekommen haben, was damals dort in ihrer Umgebung passierte. So oft ich auf Mauern stiess, kam ich mit der Zeit an einige Familiengeschichten heran, das mein Großvater denunziert wurde, weil er Menschen helfen wollte, die hungerten. 


Das alles war so eine furchtbare Zeit, in die ich mich einfach sehr schnell einfühlen kann. 

Jeder Aufsteller und jede Aufstellerin ist verknüpft mit besonderen Themen, die die Klienten mit in die Praxen bringen: Bei mir ist des zum einen das Thema Familiengründung, Schwangerschaft unterstützen, aber unter anderem kommen zu mir auch viele jüdische junge Menschen, die noch heute epigenetisch mit den grausamen Schicksalen, Verfolgungen, Misshandlungen und Tod der vorherigen Generationen verknüpft sind. 

Viele denken: "ach ist doch schon lange her, über 80 Jahre, wen kümmert es?" Ich sag es dir: die nachfolgenden Generationen leiden weiterhin und müssen noch so viel aufarbeiten. Es beginnt jetzt erst sich richtig zu öffnen und wir dürfen dem nicht mit Ignoranz entgegenstehen. Bleibe gewahr der Gegenwart, aber achte die Vergangenheit und die Verknüpfungen mit den Ahnen, mit den Täter- und den Opferbewegungen, die in uns wirken und die wir weiter auflösen dürfen.

Keine Angst vor systemischen Familienaufstellungen und ihren Bewegungen, sie beinhaltet immer Informationen für dich, um den nächsten Schritt in Richtung Auflösung, Klarheit und Leichtigkeit zu gehen.

 
 
 

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